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CORONAVIRUS: INFORMATIONEN

Informationen vom Bundesrat vom 24.02.2020:
 
Der Bundesrat hat am Mittwoch, 24. Februar seine Entscheide zu den nächsten Öffnungsschritten kommuniziert. Grundsätzlich hält der Bundesrat am ursprünglichen Plan fest, wie er ihn den Kantonen zur Konsultation unterbreitet hatte, weil die epidemiologische Lage wegen den neuen, ansteckenderen Virusvarianten fragil bleibt. Einige Anliegen der Vernehmlassung konnten übernommen werden.   
- Ab dem 1. März werden Läden, Museen und Lesesäle von Bibliotheken wieder öffnen können, ebenso die Aussenbereiche von Zoos, botanischen Gärten sowie Sport-und Freizeitanlagen, jeweils mit klaren Kapazitätsgrenzen und unter Beachtung der bekannten Schutzmassnahmen (Maskenpflicht, Abstand).
- Im Freien sind private Veranstaltungen mit bis zu 15 Personen wieder erlaubt. Im Innenbereich gilt weiterhin die Grenze von 5 Personen.
- Organisierte Veranstaltungen gelten weder als spontane Treffen noch als private Veranstaltungen oder als Aktivitäten in den Bereichen Sport und Kultur; sie bleiben weiterhin verboten. Explizit weist der Bundesrat darauf hin, dass dies auch für Anlässe in Pfarrgemeinden, Quartiervereinen und andere Vereinsaktivitäten gilt.
 
Ausgenommen sind Angebote für Jugendliche unter 20 Jahren, d.h. Jahrgang 2001 und jünger (vorher unter 16 Jahren). Diese können wieder den meisten sportlichen und kulturellen Aktivitäten nachgehen.  Für die Planung, Organisation und Durchführung von Angeboten für Jugendliche unter 20 Jahren führen wir einige Punkte weiter aus:
- Jugendtreffs können wieder öffnen, Jugendgruppen dürfen sich treffen. Es muss eine Fachperson anwesend sein, und es gilt Maskenpflicht für alle Kinder und Jugendlichen, die älter sind als 12 Jahre.
- Feste, Discos, Konzerte sind nicht erlaubt. Es darf auch kein Trinken und Essen ausgegeben werden.
- Musikbands, Jugendorchester, Jugendchöre dürfen proben, Musiklager können durchgeführt werden, Aufführungen vor Publikum bleiben vorerst noch verboten.  
 
Wir wünschen Ihnen von Herzen, dass Sie in Ihren Kirchgemeinden mit dieser Ausweitung der Möglichkeiten kreative Angebote für Jugendliche im Rahmen des Zulässigen umsetzen können.  
Unverändert bleiben nach dem 1. März die Möglichkeiten für die Durchführung von Gottesdiensten (bis max. 50 Personen), für Beerdigungen oder politische Versammlungen. Die Vorgaben zum Schutz bleiben unverändert in Kraft. Das Singen im Gottesdienst bleibt weiterhin verboten. Ebenso weiterhin gültig sind die Vorgaben betreffend Homeoffice.   Der Bundesrat wird am 12. März eine erneute Beurteilung der Lage vornehmen und bei einer günstigen Entwicklung weitere Lockerungsschritte (z.B. die Öffnung der Aussenbereiche von Restaurants) per 22. März in Betracht ziehen.

 
 
 
Informationen vom Bundesrat vom 17.02.2020:
 
Der Bundesrat hat am Mittwoch, 17. Februar seine weitere Strategie zum Umgang mit dem Corona-Virus bekannt gegeben. So sagte Bundespräsident Guy Parmelin: «Wir sind noch nicht am Ende des Tunnels, aber der Tunnel wird kürzer. Wir wollen vorwärtsgehen – Schritt für Schritt.» Guy Parmelin sprach auch einen grossen Dank des Bundesrat an die Jugend aus für ihre Solidarität und das Durchhalten in dieser Krise. Es sei dem Bundesrat sehr bewusst, dass die Situation mit den grossen Einschränkungen für die junge Generation sehr schwierig sei.  
Der Bundesrat stellt erste Lockerungen in Aussicht, um dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben wieder mehr Raum zu geben, auch wenn die Situation aus seiner Sicht fragil bleibt. Er schlägt eine vorsichtige, schrittweise Öffnung ab dem 1. März vor. Als erstes sollen Aktivitäten mit geringem Infektionsrisiko ermöglicht werden. Vorgesehen sind Lockerungen in monatlichen Etappen. Damit bleibt zwischen den Schritten genügend Zeit, um die Entwicklung zu beobachten.  
Die folgenden ersten Lockerungen sind aktuell in Konsultation bei den Kantonen und sollen voraussichtlich ab 1. März in Kraft treten:
· Öffnung von Läden, Museen und Lesesälen von Bibliotheken mit klaren Kapazitätsgrenzen und unter Beachtung der bekannten Schutzmassnahmen (Maskenpflicht, Abstand)
· Öffnung der Aussenbereiche von Zoos, botanischen Gärten, Sport- und Freizeitanlagen mit klaren Kapazitätsgrenzen und unter Beachtung der bekannten Schutzmassnahmen (Maskenpflicht, Abstand)
· Im Freien sollen private Veranstaltungen mit bis zu 15 Personen wieder erlaubt sein. Im Innenbereich gilt weiterhin die 5-Personen-Regel. 
· Jugendliche bis 18 Jahre (bisher bis 16 Jahre) sollen wieder den meisten sportlichen und kulturellen Aktivitäten nachgehen können. Zudem sollen Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit wieder zugänglich sein.  
Der Bundesrat wird nach Konsultation der Kantone an seiner Sitzung vom Mittwoch, 24. Februar über den definitiven ersten Öffnungsschritt und das weitere Vorgehen entscheiden. Wir sind aber zuversichtlich, dass diese ersten kleinen Lockerungsschritte ab 1. März kommen werden und freuen uns insbesondere darauf, dass im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit wieder mehr möglich sein wird. Weil die Situation für viele Menschen aber belastend ist und bleibt, empfehlen wir auch weiterhin, auf vielfältige Art den Kontakt mit den Menschen der verschiedenen Altersgruppen zu suchen und zu pflegen.

Informationen vom Bundesrat vom 13.01.2020: 

Gottesdienste und Beerdigungen – keine Verschärfungen, aber mit Augenmass Wie bereits bestätigt, ergeben sich für die Kirchen aktuell keine weiteren Verschärfungen im Bereich Gottesdienste und Beerdigungen. Gottesdienste mit max. 50 Teilnehmenden und Beerdigungen im Familien- und engen Freundeskreis dürfen unter Einhaltung der Schutzmassnahmen weiterhin stattfinden. Die Kirchen erhalten hiermit eine absolute Ausnahmeregelung. Das löst teilweise Unverständnis und Unbehagen aus, auch in den Kirchen. Auf nationaler Ebene haben die Corona Task Force und die Präsidien der Mitgliedkirchen das Thema diskutiert. Zum einen wird geschätzt, dass Gottesdienste auch von der Landesregierung als wichtig eingestuft werden, gleichzeitig wird zu zurückhaltender Vorgehensweise aufgerufen. Es wird deshalb empfohlen, alle kreativen Formen der nicht-physischen Durchführung weiterhin anzuwenden. Die Verantwortlichen für den Gottesdienst sind aufgerufen, jeweils zu prüfen, ob alle Gottesdienst-Formate aufrechterhalten werden sollen, vor allem im Hinblick auf die Einhaltung der Schutz- und Hygienemassnahmen (Bsp. Fiire mit de Chline).  Für einige Menschen ist der Gottesdienst der einzige Kontakt und Halt, den sie aktuell noch haben. Dem gilt es weiterhin Rechnung zu tragen.  
 
Home-Office-Pflicht / Schutz besonders gefährdeter Personen Neu besteht eine Home-Office-Pflicht. Auch die kantonale Verwaltung setzt diese mittels Regierungsratsbeschluss um. Darin steht bezugnehmende auf die Verordnung des Bundes: «Die Arbeitgeber sind neu verpflichtet, Homeoffice überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und «mit verhältnismässigem Aufwand» umsetzbar ist. Zu beachten ist, dass der Arbeitgeber den Mitarbeitenden keine Auslagenentschädigung (z. B. für Strom- oder Mietkosten) schuldet, da die Anordnung nur vorübergehender Natur ist. Durch die Homeoffice-Pflicht können grössere Menschenansammlungen vor allem zu Stosszeiten vermieden und enge Kontakte am Arbeitsplatz reduziert werden. Zudem wird das Risiko vermindert, dass sich bei einem Covid-19-Fall ganze Arbeitsteams in Quarantäne begeben müssen. Wo Home-Office nicht oder nur zum Teil möglich ist, werden weitere Massnahmen am Arbeitsplatz erlassen: Neu gilt zum Schutz von Arbeitnehmenden in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt nicht mehr.» Wenn immer möglich, haben auch die Mitarbeitenden der Kirchenverwaltung ihre Tätigkeit wieder ins Home-Office verlegt. Die Erreichbarkeit ist grundsätzlich zu den üblichen Öffnungszeiten gewährleistet.  
 
Sitzungen von Behörden, Versammlungen Die Stabsstelle Gemeinden des Kantons hat in einem Schreiben bestätigt, dass Gemeindeversammlungen, Einwohnerratssitzungen, Sitzungen von Kommissionen und unaufschiebbare Versammlungen öffentlich-rechtlicher Körperschaften (z.B. Sitzungen von Organen der Landeskirche) ohne Begrenzung der Teilnehmendenzahl und unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsvorschriften sowie der erweiterten Maskenpflicht weiterhin durchgeführt werden. Es besteht nach wie vor eine Schutzkonzeptpflicht. (Nachdem der Landrat das «Gesetz über Urnenabstimmungen und Wahlen während der Corona-Pandemie» am 17. Dezember 2020 verworfen hat, fehlt im Kanton Basel-Landschaft die notwendige gesetzliche Grundlage, um an Stelle von Gemeindeversammlungen Urnenabstimmungen durchzuführen.)   Sitzungen von Kirchenpflegen oder Mitarbeitendenteams können, falls unbedingt notwendig, physisch durchgeführt werden und fallen nicht unter die 5-Personen-Regel. Sitzungen sollten jedoch in möglichst kleinen Arbeitsgruppen zusammengerufen werden, nur in grossen Räumen stattfinden und von kurzer Dauer sein. Wir empfehlen jedoch, physische Sitzungen, wenn immer möglich, durch Video- oder Telefonkonferenzen zu ersetzen. Bei Durchführung vor Ort braucht es ein Schutzkonzept.   Die Sitzungen des Kirchenrats und der Stabsmitarbeitenden der Kirchverwaltung finden seit Dezember wieder ausschliesslich über Videokonferenz statt.  
 
Verschärfte Maskentragpflicht – Maskenpflicht auch für Schülerinnen und Schüler ab 10 Jahren Grundsätzlich gilt eine verschärfte Maskenpflicht in allen Innenräumen, bei Sitzungen etc. Diese Maskentragpflicht gilt, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt also nicht mehr. Nur in Einzelbüros kann die Maske abgenommen werden. Eine Ausnahme gibt es weiterhin für Pfarrerinnen und Pfarrer im Gottesdienst. Diese können für die Dauer ihrer Predigt die Maske abnehmen (wenn ein grosser Abstand zur Gemeinde da ist). Sobald er/sie fertig gepredigt hat, muss die Maske aber sofort wieder aufgesetzt und aufbehalten werden. Seit Mittwoch, 20.1.2021 gilt die Maskenpflicht zudem auch für Schülerinnen und Schüler ab 10 Jahren, resp. ab der 5. Klasse der Primarschule. Sie gilt auch für jüngere Kinder, die eine Mehrjahrgangsklasse zusammen mit Schülerinnen und Schülern der 5. bzw. 6. Primarklasse besuchen, sowie in der schul- und familienergänzenden Kinderbetreuung und den Kinder- und Jugendheimen. Dies ist auch für kirchliche Angebote für Kinder berücksichtigen, sofern diese noch durchgeführt werden.  
 
Konfirmandenunterricht, Angebote für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren In den aktuellen Erläuterungen des BAG steht: «Im Zusammenhang der Regelungen für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist es generell ein übergeordnetes Ziel, dieser Altersgruppe mit Blick auf ihre Entwicklung möglichst wenig Einschränkungen aufzuerlegen. […] Beispielsweise soll ein ausserschulischer kirchlicher oder religiöser Unterricht oder etwa ein Zeichen-oder Keramikkurs für diese Altersgruppe weiterhin durchgeführt werden können. Dies selbstverständlich unter Einhaltung der Schutzkonzeptpflicht sowie der Maskentragpflicht (bei Kindern/Jugendlichen nach dem 12. Geburtstag).»   In den kantonalen Schutzkonzepten der Schule wird hingegen von jeglicher Durchmischung von Klassen abgeraten und eine Vielzahl von Veranstaltungen finden nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt statt. Zudem erliess der Kanton nun eine verschärfte Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse der Primarschule. Dies aufgrund der ansteckenderen Virus-Mutationen, die auch bereits im Baselbiet aufgetaucht sind. Es wird weiterhin dafür plädiert, die Kontakte massiv einzuschränken. Im privaten Bereich zählen Kinder zu den max. 5 Personen, die sich noch treffen dürfen, hinzu.   Auf Ebene der Mitgliedkirchen der EKS wird die Meinung vertreten, Konfirmandenunterricht und Veranstaltungen für Kinder bis auf Weiteres nicht physisch durchzuführen (in einigen Kantonen sind sie sogar ausdrücklich verboten), und alle Anstrengungen auf die virtuelle Durchführung zu setzen, sofern das technisch/altersbedingt möglich ist. Dieser Empfehlung schliesst sich auch der Krisenstab der ERK BL an. Hinweis: Das Bistum Basel hat die ausserschulische Katechese bis Ende Februar ausgesetzt. Sollte am physischen Konfirmandenunterricht und/oder an Veranstaltungen für Kinder/Jugendliche festgehalten werden, empfehlen wir dringend, die Gruppengrösse zu begrenzen (Bsp. max. 5 Personen). Einzelgespräche und Seelsorge sollen weiterhin stattfinden.   Für den Religionsunterricht im Schulhaus gelten die von der Schulleitung angeordneten Massnahmen.  
 
Urheberrecht: Gottesdienstübertragungen im Internet – Vereinbarung mit Suisa Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz hat die Vereinbarung mit der Suisa für das Jahr 2021 solange verlängert, wie es Corona bedingte Einschränkungen des Gemeindelebens gibt. Die Gemeinden dürfen also Gottesdienste und ähnliche Formate im Internet übertragen und dabei Musik uneingeschränkt nutzen. Noten und Liedtexte dürfen bis Ende 2021 im Zusammenhang mit der zeitgleichen und zeitversetzten Übertragung von Gottesdiensten, anderen kirchlichen Veranstaltungen gottesdienstlicher Art sowie sonstigen gemeindlichen, nicht kommerziellen Veranstaltungen eingeblendet werden – sie dürfen aber nicht zum Download angeboten werden. Bitte beachten Sie, dass für die Nutzung geschützter literarischer Texte (Gedichte, Gebete etc.) und die Nutzung von Bildern die Rechte jeweils eingeholt werden müssen. Hier gibt es leider keine Möglichkeit einen Gesamtvertrag abzuschliessen.  
 
Angeboten von Dritten in kirchlichen Räumen In verschiedenen Kirchgemeinden finden Angebote von Dritten, resp. Mietern statt (Bsp. Kinder/Jugend-Angebote, Kleingruppentreffen, Musikunterricht, Yoga etc.). Einige dieser Angebote fallen klar unter das Veranstaltungsverbot und dürfen nicht mehr stattfinden. Andere Angebote – Bsp. Bereich Kultur, Kinder – könnten laut BAG-Verordnung weiter durchgeführt werden. Hier gilt es, das Gespräch mit den Verantwortlichen zu suchen, ob zum aktuellen Zeitpunkt eine Weiterführung angezeigt ist. Hierzu kann der Krisenstab der ERK BL keine allgemeingültige Empfehlung abgeben, steht aber für Rückfragen zur Verfügung. Sicher ist, dass es für jedes Angebot zwingend ein Schutzkonzept braucht.  
 
Solidarität mit Musik- und Kultur-Schaffenden Konzerte und kulturelle Veranstaltungen können nicht mehr stattfinden, Gottesdienste aber schon. Verschiedene Kirchen und Kirchgemeinden haben sich deshalb in den letzten Monaten immer wieder überlegt, wie man professionelle Musikerinnen und Musiker sowie Kulturschaffende, die praktisch einem faktischen Berufsverbot unterstehen, unterstützen könnte. So bereicherten vermehrt einzelne Profimusiker und Solistinnen und Solisten Gottesdienste mit ihrer Musik. Auch Auftritte von Künstlern im Live-Stream (ohne Publikum!) sind zulässig. Die Waadtländer Kirche hat die Idee, dass allenfalls auch einmal ausgebildete Sprechkünstlerinnen und Sprechkünstler eine biblische Lesung machen könnten.  
 
Corona-Fragestellungen aus theologischer und ethischer Sicht Regelmässig findet am Freitagmorgen eine virtuelle Sitzung der Corona Task Force der EKS statt. In ihr sind neben Mitarbeitenden der EKS auch diverse Landeskirchen vertreten. So auch die ERK BL. Neben dem Austausch zur aktuellen Situation werden in diesen Task Force Sitzungen Schutzkonzepte, aber vermehrt auch diverse Fragestellungen zu Corona aus ethischer und theologischer Sicht erörtert. Aktuell geht es beispielsweise um das Thema Impfen. Auch die theologischen und ethischen Aspekte zum Thema «Intensivmedizinische Triage-Entscheidungen» wurden diskutiert. Daraus ist ein 10 Fragen – 10 Antworten Dokument entstanden, welches Sie auf der Webseite der EKS in einer Kurz- und Langfassung herunterladen können. https://www.evref.ch/themen/coronavirus/
 

Heute hat der Bundesrat aufgrund des exponentiellen Anstiegs der Fallzahlen neue schweizweite Massnahmen verordnet. Der Bundesrat schliesst ab 22. Dezember 2020 die Restaurants, die Kultur- und Freizeitbetriebe und fordert die Bevölkerung dazu auf, zu Hause zu bleiben. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sagte an der Medienkonferenz: «Das Corona-Virus lässt uns auch über die Festtage nicht los. Die neuen Massnahmen werden uns alle treffen.» Es seien sehr harte Massnahmen, die beschlossen wurden. Es gehe weiterhin darum, dass das Pflegepersonal in den Spitälern nicht noch weiter belastet werde und Kranke die nötige Pflege erhalten. Eine erste Zwischenbilanz zieht der Bundesrat noch vor Ende Jahr. Je nach Entwicklung der Situation könnten Anfang des neuen Jahres noch weitere Massnahmen verordnet werden.   Der Regierungsrat BL begrüsste in einer Medienmitteilung die einheitlichen Massnahmen und passt die kantonale Verordnung entsprechend an. Er erlässt zudem ein Besuchsverbot in den Spitälern.   Grundsätzlich haben sich mit den heute Nachmittag verordneten Massnahmen für die Kirchen keine grossen Änderungen zu den vor einer Woche verordneten Massnahmen ergeben. Wir erläutern in diesem Schreiben deshalb nur die für das kirchliche Leben wichtigsten Massnahmen und weisen zudem noch einmal auf ein paar grundlegende Informationen und Regeln hin.  


Die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen gelten ab Dienstag, 22. Dezember 2020. Sie sind bis zum 22. Januar 2021 befristet.  
  • Die Durchführung von Veranstaltungen ist weiterhin grundsätzlich verboten. Freizeit- und Kultureinrichtungen werden geschlossen. Dazu zählen etwa Museen, Kinos, Bibliotheken, Casinos und Zoos, aber auch Jugendtreffpunkte. Kulturelle Aktivitäten bleiben in Kleingruppen mit max. 5 Personen möglich. Veranstaltungen mit Publikum bleiben verboten. Alternative Veranstaltungsformen bleiben gestattet, zum Beispiel online übertragene Veranstaltungen. Für die Kirchen bedeutet das: Es können weiterhin nur Gottesdienste und Andachten mit max. 50 Teilnehmenden und Beerdigungen im Familien- und engen Freundeskreis stattfinden (sofern der Abstand von 1.5 Metern eingehalten werden kann). Die Kirchen erhalten hier vom Bund ganz klar eine Ausnahmeregelung. Dafür sind wir sehr dankbar. Dies bringt jedoch auch die Verpflichtung mit sich, sämtliche Schutzmassnahmen zu ergreifen, um allen Beteiligten einen sicheren Gottesdienstbesuch zu ermöglichen. Wichtiger Hinweis: Der Begriff «religiöse Veranstaltung» ist eng auszulegen. Durchgeführt werden dürfen nur Gottesdienste. Eine anderweitige kirchliche Veranstaltung durch Hinzufügen von feierlichen Elementen (Gebete, Kerzen) als «religiöse Veranstaltung» zu deklarieren, ist unzulässig. 
Weihnachtsgottesdienste: Die Weihnachtsgottesdienste können wie geplant stattfinden. Das gemeinsame Singen bleibt verboten. Weiterhin erlaubt ist der Auftritt von einzelnen Solistinnen und Solisten (Gesang/Musik) im Gottesdienst, wenn ein genügend grosser Abstand zur Gemeinde gewährleistet ist (mind. 4 Meter). Grundsätzlich ist auch das Feiern des Abendmahls möglich. Für dieses braucht es jedoch zusätzliche Schutzmassnahmen oder alternative Formen. Es besteht keine Verpflichtung, das Abendmahl an Weihnachten zu feiern. Offene, resp. alternative Weihnachtsfeiern mit Essen, Unterhaltung etc. gelten als Veranstaltungen und dürfen nicht durchgeführt werden. Im Anhang das neuste Gottesdienst-Schutzkonzept der EKS. Dieses finden Sie auch auf unserer Website: https://refbl.ch/refbl/aktuelles/meldungen/Praevention-Corona-Virus.php > Rubrik Schutzkonzepte  
  • Empfehlung «Bleiben Sie zu Hause»: Die Bevölkerung wird dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Die Menschen sollen ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken sowie auf Ausflüge verzichten.
Für die Kirchen bedeutet das: Es gilt, den Menschen in dieser schwierigen Ausnahmesituation weiterhin beizustehen. Kontakt halten und der Einsamkeit vorbeugen ist aktuell wohl von noch grösserer Bedeutung. Seelsorgebesuche sollen möglich bleiben. 
  • Sportliche und kulturelle Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen vor ihrem 16. Geburtstag sind mit Ausnahme von Wettkämpfen weiterhin erlaubt.
Für die Kirchen bedeutet das: Grundsätzlich könnten Angebote für Kinder und Jugendliche bis zum 16. Geburtstag weiterhin stattfinden. Jedoch kommt es bei den kirchlichen Angeboten zwangsläufig zu einer Durchmischung von Altersstufen, Dörfern, Schulklassen etc. Dies ist in der aktuellen Situation nicht angezeigt. Wir bitten die Kirchgemeinden deshalb, aktuell auch auf alle Aktivitäten und Veranstaltungen von Kindern und Jugendlichen bis zum 22. Januar 2021 zu verzichten. Dazu gehören u.a. Kinderangebote, Konfirmandenunterricht, Jungschartreffen etc. Es wird empfohlen, den Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen auf andere Art und Weise aufrechtzuerhalten. Ausnahme Religionsunterricht: Der Religionsunterricht an der Schule richtet sich nach den Vorgaben der Schule. Dieser kann nach Rücksprache mit den Schulen und unter Einhaltung des Schutzkonzepts der Schulen stattfinden. 
  • Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Für die Festtage gibt es keine Ausnahmen. Offen bleiben dürfen nur Betriebs- und Schulkantinen sowie die Restauration für Hotelgäste. Auch Take-Aways und Lieferdienste bleiben erlaubt.
Für die Kirchen bedeutet das: Auf jegliche Konsumation wird verzichtet. Mittagstische, Kirchenkaffees etc. können nicht mehr durchgeführt werden. Auch nicht im Rahmen eines Gottesdiensts.  
  • Der Kanton BL hat ein generelles Besuchsverbot in Spitälern verfügt (gilt ab 19.12.): Jedoch können die Spitäler Ausnahmen gewähren. Nach Rücksprache mit einem Spitalseelsorger des Bruderholzspitals bitten wir die Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer, auf Routine-Besuche zu verzichten und sich bei Bedarf an die Spitalseelsorge zu wenden. In Ausnahmefällen und in Rücksprache mit dem Spital sind Besuche weiterhin möglich.
Sperrstunde ab 19 Uhr und Schliessung an Sonn- und Feiertagen: Die Sperrstunde, wie sie der Bundesrat für Läden und weitere Betriebe festgelegt hat, findet auf gottesdienstliche Angebote keine Anwendung. Abendgottesdienste, die über diesen Zeitpunkt hinausgehen, sind demnach zulässig. Kirchen dürfen geöffnet bleiben.   ·         Hinweis zu Home-Office und Sitzungen: Wenn möglich, sollen auch bei der Arbeit die Kontakte eingeschränkt werden. Es wird empfohlen, in Einzelbüros oder von zuhause aus (Home-Office) zu arbeiten. Zudem empfehlen wir, physische Sitzungen nur noch mit max. 5 Personen, in genügend grossen Räumlichkeiten, und nur, wenn unbedingt nötig, durchzuführen. Sitzungen mit mehr als 5 Personen sollten Online stattfinden.   Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen trotz allem gesegnete Weihnachtstage! Bleiben Sie gesund!      
 
Kantonale Notfall Hotline für die Bevölkerung – 0800 800 112 Der Kanton Basel-Landschaft hat heute kommuniziert, dass ab morgen wieder die kantonale Notfall Hotline in Betrieb genommen wird. Die Kantonale Notfall Hotline unter der Nummer 0800 800 112 ist ein Einsatzelement des Kantonalen Krisenstabs BL und hat sich bereits während der ersten Welle als Dienstleistung zu Gunsten der Baselbieter Bevölkerung bewährt. Die Hotline wird ab Donnerstag, 29. Oktober jeweils Montag bis Freitag, zwischen 9 und 16 Uhr, erreichbar sein.
Händehygiene Die Händehygiene ist eine grundlegende Massnahme zur Verhinderung der Übertragung von Keimen. Allen Personen muss es möglich sein, sich regelmässig die Hände zu reinigen. Hierzu müssen Händedesinfektionsmittel und bei öffentlich zugänglichen Waschbecken Seife zur Verfügung stehen.  

Abstand Grundsätzlich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1.5 Meter einzuhalten. Falls die Einhaltung dieser Abstandsvorgabe aufgrund der Art der Aktivität, wegen örtlicher Gegebenheiten oder aus betrieblichen Gründen nicht möglich ist, können die Betreiber und Organisatoren von Veranstaltungen stattdessen Schutzmassnahmen wie Masken oder Trennwände vorsehen. Bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen reicht das Leerlassen eines Sitzes.  

Erhebung von Kontaktdaten Können weder Abstandshaltung noch Schutzmassnahmen ergriffen werden, müssen die Kontaktdaten der anwesenden Personen erhoben werden, um nach einem positiven Fall ein Contact Tracing zu ermöglichen. Dabei handelt es sich jedoch um eine Massnahem untergeordneter Wahl, welche im Schutzkonzept begründet werden muss (siehe Ausführungen unter Priorisierung der Massnahmen). Werden Kontaktdaten erhoben, so müssen die betroffenen Personen vom Veranstalter über die Erhebung und über deren Verwendungszweck informiert werden (Art. 5 COVID-1g-Verordnung besondere Lage). Zu den obligatorisch zu erhebenden Kontaktdaten gehören Name, Vorname, Telefonnummer, Wohnort, aber auch allfällige Sitzplatznummer oder die Anwesenheitszeit. Bei Familien oder anderen Teilnehmenden oder Besuchergruppen, die nachweislich untereinander bekannt sind, genügt die Erfassung der Kontaktdaten von nur einer Person. Die Kontaktinformationen müssen während 14 Tagen (lnkubationszeit) aufbewahrt werden. Danach sind sie zwingend zu löschen.   Die letzten Tage haben gezeigt, dass in gewissen Fällen das Erheben von Kontaktdaten zur Nachverfolgung von grosser Wichtigkeit ist. Bei Gottesdiensten/Beerdigungen und Veranstaltungen mit vielen Menschen, wo der Abstand nicht immer eingehalten werden kann, empfehlen wir deshalb weiterhin das Erheben der Kontaktdaten. 

Krisenstab der ERK BL bleibt bestehen Der Krisenstab der ERK BL bleibt bestehen und informiert, wenn immer nötig, zeitnah über wichtige Änderungen. Er steht Ihnen auch weiterhin für Ihre Fragen zur Verfügung, info.ks@refbl.ch oder Tel. 061 926 81 81.